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Samsung Galaxy Tab S3 LTE
Tests

Veröffentlicht:
Autor: Adam Łukowski

Nur der Preis stört...

Seit längerer Zeit sagt man darüber, dass die Tablets aus der Mode kommen, aber Samsung hat scheinbar eine andere Meinung dazu und bietet eine Neuheit aus dem höchsten Preissegment an: das Galaxy Tab S3. Das ist ein teures Tablet, welches in vielem imponiert. Ich konnte mich kurz nach dem Einführen des Geräts auf den polnischen Markt davon überzeugen.

Samsung Galaxy Tab S3
Samsung Galaxy Tab S3
Bild: Adam Łukowski/GSMchoice.com

Das Samsung Galaxy Tab S3 hat auf mich einen positiven Eindruck gemacht, obwohl ich wegen seines hohen Preises an seinen Erfolg nicht geglaubt habe. Es hat sich jedoch herausgestellt, dass sich dieses Modell besser als sein Vorgänger Galaxy Tab S2 verkauft.

Die Tatsache, dass das neue Modell den Vorgänger in Bezug auf die Anzahl der bestellten Exemplare schlug, weist darauf hin, dass das Gerät sehr positiv aufgenommen wurde – mindestens von Personen, für welche es bestimmt ist.

Das Samsung Galaxy Tab S3 ist nicht billig, was es eher zu einem Gerät für „ernste” Verwendung macht. Das ist kein Gerät für ein Kind, sondern für einen anspruchsvollen Erwerber, welcher weiß, was er erwartet und dafür gut bezahlen kann.


Videotest des Samsung Galaxy Tab S3
Video: GSMchoice.com via YouTube

Obwohl ich die ganze Zeit behaupte, dass der Preis im Fall von einem Tablet ein Sperrpreis ist – ich bin wahrscheinlich kein Traumempfänger von diesem Gerät. Das bedeutet jedoch nicht, dass ich das Samsung Galaxy Tab S3 ohne Vergnügen benutzte.

Ganz im Gegenteil. Ich habe in letzter Zeit kein Tablet benutzt (ich benutze eher ein großes Smartphone und Ultrabook) und ein Test des Galaxy Tab S3 war für mich eine nette Abwechslung. Wenn ich ein Tablet haben möchte, würde ich vielleicht es doch kaufen, weil es ein sehr gut gemachtes, ordentliches Gerät ist.

Ausführung und Design

Das Tablet bekommen wir mit einem einfachen Zubehörset. In der Verpackung haben wir eine Bedienungsanleitung, ein Netzteil und USB-C-Kabel. In der Box gibt es auch noch etwas Spezielles - einen S-Pen. Und gerade diese Kleinigkeit entscheidet über die Brauchbarkeit des neuen Tablets von Samsung. Aber der Reihe nach - schauen wir uns zuerst das Gehäuse des Galaxy Tab S3 an.

Das Gehäuse des Tablets wurde aus den momentan modischen Stoffen - Metall und Glas hergestellt. Sowohl die Front- als auch die Rückseite des Gehäuses sind Glasflächen, alles verbindet ein Metallrahmen, welcher der Konstruktion eine entsprechende Starrheit garantiert. Das Gehäuse ist dünn und die Glasrückseite verursacht, dass es noch eleganter wird. Das Tablet ist überraschend leicht - es liegt gut in der Hand. Leider sowohl die Front- als auch die Rückseite aus Glas werden einfach schmutzig.

Auf dem Rahmen des Tablets wurden die Öffnungen von vier Lautsprechern, eine Schublade für Speicherkarten (im nanoSIM-Format in der LTE-Version), die Öffnungen der Mikrofone, Ports und Steckplätze zum Montieren des Tablets in einer dedizierten (und gegen einen Aufpreis erhältlichen) Tastatur platziert. Es fehlt nur ein Element - den Platz fürs Eindocken des Stifts S-Pen.

Man kann versuchen, diesen an magnetischen Feldern auf der Rückseite des Tablets (welche zum Befestigen der Cover-Stütze dienen) anzubringen, aber das ist keine perfekte Lösung. Hier müssen wir leider einen Kompromiss eingehen. Der Stift ist fast genauso dick wie das Tablet. Deswegen ist er bequemer - aber passte ins Gehäuse nicht hinein...

Von vorne dominiert das Display, unter welchem charakteristische und aus früheren Modellen von Samsung bekannte Systemtasten platziert wurden. Zwei (Back und Menü) sind Sensortasten und "Home" ist eine mechanische Taste und versteckt in sich einen Fingerabdruckscanner. Dieser funktioniert reibungslos. Jemand könnte feststellen, dass der Rahmen um das Display herum zu breit ist, aber das, was in Smartphones ein unerwünschtes Element ist, ist im Fall des Tablets sinnvoll - ermöglicht, das Gerät bequem zu halten.

Display

Das wichtigste Element des Tablets ist der Bildschirm. Im Fall des Galaxy Tab S3 ist das einer der Hauptvorteile der Konstruktion. Er hat eine QHD-Auflösung und wurde in einer SuperAMOLED-Technologie hergestellt. Diese wurde zusätzlich um HDR bereichert, aber seine breitere Verwendung ist noch die Zukunftsmusik.

Das verursacht, dass das Galaxy Tab ein Traumgerät fürs Anschauen der visuellen Inhalte ist. Dem Bild kann man kaum etwas vorwerfen. Es ist scharf, hell, mit einer intensiven Farbgebung, welche man natürlich unter Einstellungen nach Belieben anpassen kann. Mir gefällt vor allem die hohe Helligkeit des Bildschirms, was ermöglicht, das Gerät unter freiem Himmel, sogar in sonnigen Tagen benutzen.

Lautsprecher

Zusammen mit dem sehr guten Bild geht ein – für ein Tablet – guter Klang. Dieser wird durch vier Lautsprecher von AKG generiert. Erwartet nicht, dass ihr hier eine ähnliche Qualität wie aus einer Lautsprecherbox bekommt, aber für ein Tablet ist sie sehr gut. Die Lautsprecher spielen sauber, haben eine ordentliche Stärke und passen ihren Klang an die Lage des Tablets an.

Die spielen anders, wenn sie sich vertikal befinden und anders wenn sie horizontal sind, damit man einen möglichst der Stereofonie nahen Effekt erreicht. Man muss jedoch aufpassen, damit man sie mit einer Hand nicht bedeckt, weil sie sich in der Nähe der Ecken vom Gehäuse befinden. Wenn ihr die Musik in einer besseren Qualität hören wollt, könnt ihr das Bluetooth 4.2. und minijack-Port benutzen.

S-Pen!

Genauso wichtig wie die Bildqualität ist die Möglichkeit des Bedienens vom S-Pen. Der Stift ist größer und handlicher als in Smartphones aus der Galaxy Note Serie, aber bittet die ganze Palette der Möglichkeiten an, darunter die Funktion Air Command. Wir können direkt auf dem Bildschirm, auf den Screenshots oder Bildern notieren.

Der Hersteller sicherte auch zusätzliche Applikationen fürs Zeichnen, der Stift hat auch ein spezielles, dediziertes Menü mit Verknüpfungen. Die Option des Vergrößerns und des Übersetzens funktioniert sehr interessant – man muss einfach den Text mit dem Stift markieren und auf dem Display erscheint die Übersetzung des gewähltes Wortes.

Der Stift ist wirklich präzise. Ich kann nicht zeichnen, aber ich habe das Gerät in Händen von einem Grafiker gesehen. Die Effekte seiner Arbeit hatten einen wirklich großen Eindruck gemacht und ich bin sicher, dass das Samsung Galaxy Tab S3 für Zeichner aller Art brauchbar sein kann, besonders fürs spontane Zeichnen unter freiem Himmel. Der Stift unterstützt 4 Tausend Drückgrade, erkennt auch den Winkel, unter welchem wir diesen halten.

Die Funktionalität des Tablets kann man erweitern, wenn man eine Tastatur kauft. Diese erfüllt dabei die Rolle eines Covers, wo es einen Halter für den Stift gibt. Leider hatte ich keine Gelegenheit, diese außer der Demonstration während der Präsentation auf dem MWC oder auf der polnischen Premiere zu testen, ich kann also nicht beurteilen, inwiefern eine solche Lösung bequem ist. Ich informiere nur darüber, dass man sie kaufen kann. Die Tastatur wird magnetisch befestigt und benutzt Kontakte, man muss also Bluetooth nicht benutzen.

Interface

Das Samsung Galaxy Tab S3 benutzt ein Betriebssystem Android 7.0 Nougat mit einem Interface Grace UX. Im Vergleich zu dem Vorgänger bekam das neue Interface – außer dem geänderten Aussehen - ein neues, verbessertes Menü der Einstellungen und ein Panel der Verknüpfungen, welche man bearbeiten und sortieren kann.

Vielleicht ein bisschen unnötig wurde das Hinzufügen der Verknüpfungen oder Deinstallieren der Applikationen (durch Erscheinen eines Untermenüs) verkompliziert, aber man kann sich an diese Lösung gewöhnen. Wir können natürlich auf einem geteilten Bildschirm arbeiten und die Applikationen minimieren und in einem fließenden Fenster anzeigen lassen, es gibt auch eine Nachrichten-App Flipboard oder einen sicheren Ordner für Aufbewahren der „geschützten“ Dateien und Applikationen.

Ein Paket der Applikationen von Google und Microsoft fehlt natürlich nicht. Wir haben also alles, was für die Arbeit benötigt ist… Im Interface finden wir auch die Anwendung Samsung Flow, die ermöglicht, die Daten mit dem Handy auszutauschen und z.B.: die ans Smartphone verschickte Nachrichten auf dem Tablet abzulesen.

Natürlich kann das Tablet in einer LTE-Version selbständig als ein Handy funktionieren, obwohl man in diesem Fall ein Bluetooth-Headset benutzen soll, damit man auf eine diskretere Art und Weise telefonieren kann. Die Klangqualität lässt sich nicht kritisieren. Dank einem größeren Display kann man die SMS-Nachrichten sehr bequem schreiben.

Effizienz und Akku

Die Spezifikation des Tablets, welche einen Quad-Core-Prozessor Qualcomm Snapdragon 820 und 4 GB RAM umfasst, garantiert das fließende und schnelle Funktionieren. Das Tablet hat auch keine Probleme mit Bearbeiten der Grafik, ermöglicht auch, die Spiele mit der sogar sehr fortgeschrittenen Grafik zu starten. In der Software gibt es einen Spielmodus, sowie eine Suchmaschine, welche Spiele in einem separaten Ordner sammelt.

Ich habe keine Verlangsamung bei der Arbeit des Geräts bemerkt, ich vermute also, dass sogar ein anspruchsvoller Benutzer, welcher ein paar Applikationen gleichzeitig benutzt, nicht enttäuscht sein wird.

Der Speicherplatz für Daten soll ausreichend sein. Der interne Speicher beträgt ein bisschen über 23 GB, aber dieser kann immer dank einer microSD-Karte um maximal 256 GB erweitert werden. Ich wäre nicht beleidigt, wenn der Datenträger größer wäre…

Auch der Akku enttäuscht nicht. Der Akku hat die Kapazität von 6000 mAh und garantiert das mindestens 10 Stunden lange Arbeitszeit des Geräts. Das Anschauen eines abendfüllendes Films bei einer vollen Helligkeit des Bildschirms bedeutet einen Energieverlust um etwa 20%, aber die Arbeitszeit kann man einfach verlängern, wenn wir die Intensität der Beleuchtung verkleinern. Das volle Laden des Akkus dauert etwa 2,5-3 Stunden.

Fotografie und Video

Das Samsung Galaxy Tab S3 zeichnet sich unter Konkurrenten auch durch fotografische Möglichkeiten aus. Die Tablets haben eher durchschnittliche Kameras, aber hier überrascht das Tab S3 positiv.

Seine 5-Megapixel-Frontkamera und 13-Megapixel-Kamera machen die Fotos von ganz guter Qualität. Natürlich ist das kein Niveau der Flaggschiff-Smartphones (besonders beim schwachen Licht), aber von einem Tablet erwarte ich nichts mehr. Die Qualität des Fotos aus dem Galaxy Tab S3 entspricht etwa dieser, welche durch Mittelklasse-Smartphones angeboten wird.

Das ist kein für die Fotografie dediziertes Gerät – aber falls nötig beschweren wir uns über die Qualität der Fotos eher nicht. Ähnlich sieht die Sache aus, was die Videos betrifft – wir können in 4K aufnehmen und die Qualität der Filme ist fast genauso, als ob wir mit Handys filmen würden, obwohl man manchmal leichtes Rauschen bemerken kann.


Beispielvideos aus dem Galaxy Tab S3
Video: GSMchoice.com via YouTube

Die Kamera bekam ein ähnliches Interface wie dieses im Galaxy S8. Dank Gesten schalten wir zwischen der Front- und Hauptkamera um, das Schieben mit dem Finger nach links öffnet die Kamera-Modi und nach rechts – Menü der Farbfilter. Das Ganze bedient man einfach und bequem.

Zusammenfassung

Wie ich schon am Anfang erwähnte ist das Samsung Galaxy Tab S3 kein billiges Tablet, deswegen kann man als ein „Modell der ersten Wahl“ kaum nennen. Ohne Zweifel haben wir mit einem der besten Tablets auf dem Markt zu tun und wenn wir tatsächlich etwas Leichtes für die Unterhaltung und fürs Zeichnen brauchen, soll man diesen Einkauf bedenken. Das Galaxy Tab S3 ersetzt ein Laptop bestimmt nicht, aber ist viel leichter und handlicher.

Das Samsung Galaxy Tab S3 hat ein tolles Display, welches für eine (vielleicht kommende…) Invasion der HDR-Inhalte vorbereitet ist. Es macht gute (obwohl nicht ideale) Fotos und Videos und dazu hat sich im Vergleich zu den Konkurrenten auszeichnende Lautsprecher. Der Stift freut vor allem die Grafiker, aber die Effizienz des Tablets befriedigt schon alle – sogar die Spielfans.

Schade, dass man trotz dem hohen Preis für die Tastatur zusätzlich bezahlen muss, es stört, dass es keinen Platz für den Stift gibt. Ich lobe jedoch positive Änderungen im Interface und ziemlich gute Leistungen des Akkus. Die Vorteile des Geräts überwiegen, aber die ganze Zeit bin ich davon nicht überzeugt, ob sie den hohen Preis begründen. Die Reaktion auf dem Markt weist darauf hin, dass es doch so ist – und ich – vielleicht brauche ich doch kein Tablet...?

Vorteile und Nachteile

Vorteile:

  • hohe Helligkeit des Displays
  • gute Bildqualität
  • starke Lautsprecher
  • Unterstützung eines S-Pens
  • kleines Gewicht
  • gutes Aussehen

Nachteile:

  • Tastatur verlangt einen Zuschlag
  • kein Platz für den Stift
  • leicht verschmutzendes Glas
  • Wasserfestigkeit
  • hoher Preis

Quelle: GSMchoice.com; 442 mal gelesen .

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