W E R B U N G

Nokia 3 Dual SIM
Tests

Veröffentlicht:
Autor: Jolanta Szczepaniak

Nur dem Namen nach...


Obwohl die Tage der Helligkeit der durch Nokia hergestellten Handys vergangen sind und die Firma sich auf anderen Sachen konzentrierte, indem sie zuerst die mobile Abteilung Microsoft verkaufte und das Unternehmen auf diese fürs finnische Startup HMD Global verzichtete, hat die Marke die ganze Zeit einen Kreis der treuen Anhänger.

HMD Global hat die Marke Nokia mit den Smartphones mit Nummern 3, 5 und 6 (auch mit dem Kultmodell Nokia 3310) während der Messe Mobile World Congress ins Leben zurückgerufen. In letzter Zeit bekamen wir in der Redaktion das Modell Nokia 3 in einer DualSIM-Version, das schwächste und billigste von diesem Trio. Der Hersteller wirbt es mit dem Motto „Ein Android-Handy mit schönem Design, welches alle wichtigsten Funktionen anbietet" – es gibt hier keine Überinterpretation, das Nokia 3 ist tatsächlich so. Es ist schön, hat eine solide Konstruktion, aber bewährt sich nur bei der Standardverwendung. Ich habe auf etwas Extra im Smartphone einer zurückkommenden Marke gerechnet, aber Nokia haben wir hier nur dem Namen nach, das Gerät selbst ist schön und wurde gut gemacht, aber das ist einfach ein durchschnittliches Gerät mit Android, es gibt sehr viele ähnliche auf dem Markt.


Inhaltsverzeichnis



Verpackung und Zubehör

In einer schönen, bunten Box finden wir natürlich ein Smartphone, Netzteil (1 A), Kabel fürs Laden und die Datenübertragung via USB-microUSB, dazu Headset mit einem Mikrofon und Werkzeug fürs Herausziehen der Schublade für SIM- und microSD-Karten und ein paar Papieren mit der Bedienungsanleitung.


Aufbau und Display

Das Nokia 3 ist kantig, dünn und zeichnet sich in Bezug auf das Aussehen durch nichts Besonderes aus. Mir gefällt es persönlich vor allem wegen seiner Einfachheit und der Qualität der Ausführung. Das Gehäuse verbindet in sich Plastik und Metall, passt ideal und man kann keine unnötigen Elemente finden. Die relativ kleinen Abmessungen des 5-Zoll-Geräts verursachen, dass das Smartphone gut in der Hand liegt und man es sogar mit einer Hand einfach bedienen kann.

Auf der Frontseite finden wir vor allem ein 5-Zoll-Display mit einer HD-Auflösung, was die Pixeldichte von 294 ppi macht. In der Praxis ist die Schärfe des Bildes für die alltägliche, bequeme Arbeit in fast jeder Verwendung ausreichend. Der Bildschirm ist hell, gibt Farben gut wieder und kann in der Sonne (ist laminiert und polarisiert) ohne Probleme benutzt werden. Zusätzlich wird die ein bisschen abgerundete Frontseite durch Gorilla Glass geschützt. Das Touchpanel funktioniert richtig, manchmal musste man das Display nochmal berühren, weil das Panel nicht reagierte.

Es gibt einen schwarzen Rahmen um das Display herum – oben wurden ein Kameraobjektiv, Lautsprecher für Gespräche, Sensoren und ein feines Logo von Nokia platziert. Die Benachrichtigungsdiode gibt es nicht. Unten finden wir Systemtasten: Zurück, Hauptbildschirm und neuerdings benutzte Applikationen. Leider benutzt man sie manchmal nicht so einfach, weil sie nicht beleuchtet werden.


Es gibt einen Metall-Rahmen um das Gehäuse herum, welcher verursacht, dass das ganze Gerät solider wird. Dieser ist ein bisschen abgerundet und drinnen wurden die Ports und Tasten zum Bedienen des Geräts eingebaut. Und so finden wir oben eine Öffnung für das Mikrofon (ein zusätzliches fürs Reduzieren der Geräusche) und einen universellen Headset-Steckplatz, links gibt es zwei Schubladen: für SIM-Karten (man kann zwei Karten im nano-Format benutzen) und für eine microSD-Karte (mit der maximalen Speicherkapazität bis 128 GB). Unten platzierte man ein microUSB-Port, die Öffnungen eines externen Single-Lautsprechers und eine Öffnung vom Mikrofon, rechts finden wir eine längliche Taste für das Regulieren der Lautstärke und eine nächste Sperr-/Ein-/Ausschalttaste. Oben und unten gibt es noch die Bänder von der Antenne – in der dunkelblauen Version sind sie praktisch nicht sichtbar. Obwohl es ein bisschen überraschend ist, dass sie überhaupt da sind, weil nur der Rahmen aus Metall gemacht wurde und die Rückseite aus Plastik besteht, deswegen stört es das Signal der Antenne nicht. Summa summarum ist alles zur Hand, dort, wo es bequem und ergonomisch für den Benutzer ist.

Auf der Rückseite – aus dem Polycarbonat – finden wir ein Kameraobjektiv mit einer LED-Diode, ein Logo von Nokia und eine Bezeichnung der Zertifizierung. Das Gehäuse lässt sich nicht öffnen, wir können den Akku nicht austauschen – so ist es gewöhnlich im Fall eines Unibody-Gehäuses.

System und Applikationen

Ein Vorteil des Geräts ist die Tatsache, dass es unter Android in einer Nougat-Version läuft. Außerdem ist das die reine Variante des Systems – der Hersteller versichert, dass die Updates schnell und regelmäßig gemacht werden (sowohl die Sicherheitspakete als auch größere Updates). Angeblich bekommt das Nokia 3, ähnlich wie seine größeren Brüder das System Android O.


Auf der Liste der Applikationen finden wir natürlich einen vollen Satz der Dienste und Programme von Google, es gibt kein Blotware und keine Oberfläche, was von Vorteil ist. Deswegen war die Arbeit des Geräts die ganze Zeit stabil und störungsfrei, als ich es getestet habe. Aber bestimmt nicht schnell – manchmal dauerte das Starten von einer Applikation eine bemerkbare Weile und beim Benutzen von vielen Applikationen (z.B.: den sozialen Netzwerken Facebook/Twitter/Instagram, dazu noch E-Mail und Massenger) erfahren wir schnell, dass das Nokia 3 kein Smartphone aus dem höheren Preissegment ist.

Das Interface ist einfach, die Systemicons sind rund und basieren auf einer weiß-blauen Farbgebung. Man kann das Hintergrundbild ändern, Icons anpassen oder Widgets auf den Desktops hinzufügen, aber es gibt keine größeren Möglichkeiten der Personalisierung, man kann das Motiv nicht ändern. Die Einstellungen ermöglichen, die Empfehlungen in Bezug auf die Applikationen nur ein- und auszuschalten und das Aktivieren oder Deaktivieren des Panels Google Now. Die Icons der Applikationen von Google und diese, welche von dem Benutzer installiert wurden, haben eine originelle Form und Farbe – der Launcher hat keinen Einfluss auf diese.

Das Menü Applikationen lässt sich aus der unteren Leiste des Bildschirms herausziehen, von oben zieht man die Leiste der Verknüpfungen und Benachrichtigungen (mit der Bearbeitungsmöglichkeit). Die Liste der neuerdings benutzen Applikationen kann man durch eine Berührung löschen – die entsprechende Option erscheint, wenn wir die Karten der Applikationen ganz nach oben scrollen. Man kann auch das Teilen des Bildschirms benutzen – aus dem Niveau der neuerdings benutzen Applikationen muss man die Karte der Applikation nach oben, in die Richtung des Feldes mit der Aufschrift „Ziehe nach hier, um den Bildschirm zu teilen“ scrollen. Man kann jedoch die Proportionen der angezeigten Fenster nicht ändern – es ist immer genau 50/50. Man kann noch zugeben, dass die Geste hier unterstützt werden: Vergrößerung und Bewegung: Drehen, um den Anruf abzulehnen oder Leiserstellen nach dem Aufheben des Handys. Es fehlen jedoch ein paar Funktionen, welche ich in Smartphones mit Android benutzte, z.B.: es gibt kein Filter des blauen Lichtes (auch als Augenschutzmodus genannt) oder Doppeltouch, um den Bildschirm zu aktivieren oder zu deaktivieren.


Klang

Der externe Lautsprecher wurde am unteren Rand des Smartphones platziert, man kann es nur dann mit der Hand bedecken, wenn man es horizontal hält (z.B.: beim Spielen). Er ist laut und ziemlich klar, ihr verpasst eher keine Alarme oder Benachrichtigungen, obwohl die Klangqualität nicht so gut ist – ist flach und ohne Bässe.

Der Satz der Multimedia-Applikationen basiert auf der Software von Google, was bedeutet, dass wir Musik Play zum Abspielen der Musik und die Applikation Bilder von Google zum Anschauen der Fotos haben. Ein nettes Extra ist das FM Radio – unterstützt RDS, aber ermöglicht nicht, die Sendungen aufzunehmen.


Fotos und Video

Für die Fotos sind zwei 8-Megapixel-Kameras zuständig, darunter die Hauptkamera auf der Rückseite, welche durch eine LED-Diode unterstützt wird und die Frontkamera von vorne. Das sind keine überdurchschnittlichen Geräte – aber garantieren akzeptable Ergebnisse (beim guten Licht und wenn man das Handy stabil hält). Beide haben Autofokus.

Die Fotos in Räumen oder nach Einbruch der Dunkelheit haben starkes Bildrauschen und viele brauchbare Optionen sind im Menü versteckt. Der Autofokus macht nicht immer das scharf, was wir scharf haben möchten und die Belichtungseinstellungen sind zu empfindlich (die Fotos sind oft entweder unter- oder überbelichtet). Die Fotos im HDR-Modus sehen gut aus, heben viele Details hervor, obwohl zu große Schärfe das Niveau des Rauschens beeinflusst. Die Fotos aus der Frontkamera sind durchschnittlich, man soll eher auf das Verschönerungsmodus verzichten, dieses macht das Gesicht glatt und hell, aber wir haben keinen Einfluss auf die Intensität dieses Prozesses.


Das Interface der Kamera hat nicht so viele Funktionen. Links haben wir Icons vom Flash, HDR-Modus (nur on/off, keine Autofunktion), Selbstauslöser oder der Frontkamera, rechts sehen wir ein Miniaturbild des letzten Fotos, eine Kamerataste (ein kleines Icon daneben ermöglicht, den Modus auszuwählen: Foto, Panorama und Verschönerungsmodus) und einen Übergang zum Aufnehmen der Videos. Mehr Optionen sind unter dem Icon versteckt, welcher als "Hamburger Menü" bekannt ist. Die zusätzlichen Kamera-Modi versteckte man hier, im Reiter „Kamera-Einstellungen.“ Der Standardmodus ist voreingestellt, aber wir können es ändern und z.B.: den manuellen Modus oder „Szene” wählen. In diesem ersten können wir die Schärfe (Auto, Makro und Unendlichkeit), Weißbalance, ISO und Belichtung wählen. Es fehlt die Bildstabilisierung und die Aufnahme ist bis 720p begrenzt. Ich gebe noch zu, dass man die Kamera durch Doppeldrücken der Powertaste aus dem Niveau des gesperrten Bildschirms (wenn ihr diese Funktion in Einstellungen aktiv lasst) schnell starten kann.


Hier gibt es Ergebnisse des Fotografierens:


Verbindung und Kommunikation

Ich kann mich nicht beschweren, was die Kommunikationsoptionen des Nokia 3 betrifft. Wir haben hier Dualband-WiFi im 802.11 b/g/n Standard mit der Unterstützung von Wi-Fi Direct und Hotspot. Weiter haben wir Bluetooth 4.0, USB OTG und ein FM Radio mit RDS, sowie GPS mit aGPS. Alles läuft richtig. Ein Vorteil ist die Unterstützung von LTE (bei zwei SIM-Karten arbeitet eine in 4G und die andere schaltet sich auf GSM um) und NFC, wodurch man dank dem Nokia 3 kontaktlos via Android Pay bezahlen kann.

Die Qualität der Anrufe ist ok. Sowohl ich als auch die Gesprächspartner konnten sehr deutlich und laut hören. Es fehlt nur die Option der Aufnahme von Anrufen. Fürs Eintippen haben wir die Tastatur von Google.


Speicher und Effizienz

Was finden wir drinnen? Na ja, die Parameter des Nokia 3 sind nicht so imponierend, was ein Mittelklasse-Preissegment betrifft, zu welchem dieses Modell gehören kann. Das Smartphone läuft unter dem MediaTek 6737 mit 2 GB RAM. 16 GB Flash-Speicher kann man (in der Praxis stehen dem Benutzer etwa 9,5 GB zur Verfügung) dank einer Speicherkarte um weitere 128 GB erweitern.

Im Alltag macht das Handy keine Probleme, was die Effizienz betrifft, es gibt keine größeren Lags, die Applikationen starten ziemlich schnell, aber nur bei Standardanwendungen. Wenn ihr etwas mehr wollt, stellt ihr schnell fest, dass die Effizienz des Nokia 3 eher einem unteren Preissegment entspricht. Man kann das akzeptieren, dass das Handy sporadisch sogar bei vorinstallierten Applikationen länger denken muss, aber die Verlangsamungen und längere Zeit des Startens war bei größerer Anzahl der geöffneten Applikationen immer länger – besonders dann, wenn wir solche Programme benutzen, die im Hintergrund laufen oder wenn viele Karten im Browser geöffnet sind.

Das Spielen mit dem Nokia 3 begrenzte ich auf nicht so anspruchsvolle Titel. Für die Fans der 3D-Spiele ist die Effizienz des Geräts nicht ausreichend. Die Casualtitel funktionieren reibungslos, aber z.B.: Asphalt 8 oder Real Racig 3 beginnt ziemlich schnell zu verlangsamen und die Grafik ist nicht imponierend. Ich gebe noch zu, dass das Smartphone während der Arbeit nicht warm wird.


Akku

Auf dem Papier präsentiert sich ein Akku mit einer Kapazität von 2650 oder 2630 mAh nicht imponierend. Und so ist es auch in der Praxis - durchschnittlich. Obwohl ich eigentlich erwartete, dass es noch schlimmer sein wird. So sehen verkümmerte Messungen der Arbeitszeit in unterschiedlichen Situationen aus:

  • 9 Stunden und 51 Minuten - Arbeitszeit mit einem eingeschalteten Display (eine SIM-Karte 50% Displayhelligkeit, aktives WiFi-Modul, Video aus dem YouTube);
  • die Arbeitszeit aus dem PC Mark battery work – 8 Stunden und 41 Minuten;
  • 30 Minuten Spielen in Real Racing 3 – Verlust um 10%;
  • 10 Stunden im Standby-Modus – Verlust um 2%;

Die Arbeitszeit ist einfach durchschnittlich – sie imponiert nicht, aber ist auch nicht so schlimm. In der Praxis kann uns das Handy ohne Laden bis 2 Tage lang begleiten (bei der nicht so intensiven Arbeit), aber wenn man das Nokia 3 intensiv benutzt, muss man es nach weniger als einem Tag laden. Der Akku soll durchschnittlich einen Arbeitstag halten. Ich gebe noch zu, dass das Laden ziemlich belastend ist (ohne Schnellladefunktion) – es dauert 3,5 Stunden beim Benutzen des Ladegeräts aus dem Satz.


Zusammenfassung

Das Nokia 3 ist kein schlechtes Handy. Ganz im Gegenteil, es macht das, was es machen soll und präsentiert sich dabei elegant und das ist definitiv ein Gerät, mit welchem man sich sehen lassen kann. Aber wenn man die Spezifikation, Ausstattung, Effizienz und Möglichkeiten berücksichtigt, ist das meiner Meinung nach ein zu hoch klassifiziertes Modell. Man kann billigere Modelle mit besserer Ausstattung auf dem Markt sehr einfach finden, z.B.: von Lenovo, Xiaomi oder Meizu, man kann noch eventuelle die Version Lite von Huawei und die Marke Honor nennen. In der Praxis zeichnet sich das Nokia 3 durch nichts Besonderes aus und würde unter anderen Smartphones mit Android verloren gehen, wenn es einen anderen Namen hätte. Wenn jemand große Sympathie für die Marke hat und ein gutes Angebot vom Provider bekommt, kann es nehmen, warum nicht. Aber auf einem freien Markt gibt es bessere Smartphones zu diesem Preis.

Vorteile und Nachteile

Vorteile:

  • Qualität der Ausführung
  • abgetöntes Aussehen
  • Unterstützung der microSD-Karten
  • Dual-SIM in einem separaten Slot
  • ein reines Android-Interface und Versprechen eines schnellen Updates
  • Betriebssystem in einer 7.0 Nougat-Version
  • Gorilla Glass
  • LTE und NFC
  • stabile und reibungslose Arbeit des Betriebssystems
  • gute Qualität der Anrufe
  • ein lauter, externer Lautsprecher

Nachteile

  • es nimmt keine Videos in FullHD auf
  • es unterstützt schnelles Laden nicht
  • Effizienz und Schnelligkeit der Arbeit ist durchschnittlich
  • Tasten unter dem Display werden nicht beleuchtet
  • Fotos und Videos imponieren nicht
  • es gibt keinen Fingerabdruckscanner
  • es gibt keine Benachrichtigungsdiode
  • Preis

Quelle: GSMchoice.com; 319 mal gelesen .

Autor:

Veröffentlicht:
Autor: Jolanta Szczepaniak

Dieser Artikel hat noch keine Bewertungen. Sei der Erste und fang die Diskussion an!
Geben Sie Ihre Meinung hinzu!
W E R B U N G

 Leider gibt es noch keine Meinungen.

 Geben Sie Ihre Meinung hinzu!